So werden sie berechnet
Die SMA aus N Schlusskursen ist ihr Durchschnitt mit gleichem Gewicht für jeden Wert. Die EMA aktualisiert den vorherigen Durchschnitt mit dem neuen Schlusskurs und verwendet dabei Alpha = 2/(N+1). Initialisierung und verfügbare Daten können zu kleinen Unterschieden zwischen Plattformen führen.
Reaktion und Verzögerung
Die EMA gewichtet jüngere Preise stärker und reagiert meist früher als eine SMA mit derselben Periode. Beide nutzen bereits beobachtete Informationen; keine berechnet für sich allein den nächsten Preis. Eine Kreuzung kann erst nach einem großen Teil der Bewegung auftreten.
Im Marktkontext lesen
Prüfe Steigung, Abstand zum Preis und ob ein Trend oder eine Seitwärtsphase vorliegt. In einer Seitwärtsphase können sich Kreuzungen abwechseln, ohne dass eine Bewegung folgt. Ergänze Unterstützungen, Widerstände, Volatilität und Kosten; den Durchschnitt nach jedem Verlusttrade zu wechseln, belegt keine Verbesserung.
Rechenbeispiel
Für N=20 ist Alpha=2/21. Mit einer vorherigen EMA von 98 und einem neuen Schlusskurs von 100 liegt die EMA bei etwa 98,1905. Für die SMA müsstest du alle zwanzig Schlusskurse und den Wert kennen, der aus dem Fenster fällt; diese beiden Zahlen reichen nicht.
Prüfpunkte
- Dieselbe Periode und dieselbe Preisart vergleichen.
- Ausreichende Historie für die Initialisierung haben.
- Trend oder Seitwärtsphase erkennen.
- Kreuzung und Einstiegsentscheidung unterscheiden.